Hilfsmittel

Für einzelne Kinder können wir Hilfsmittel herstellen und auf ihre individuellen Bedürfnisse anpassen. Wir sind uns dabei bewußt, das wir nur in Ausnahmefällen helfen können und die Hilfsmittel sehr einfach gestaltet sind.

Ein Mädchen mit Ausdauer 

Amina ist geistig wach und versteht alles, was um sie herum passiert. Durch ihre Spastik kann sie kaum sprechen. Ihre Ausdrucksmöglichkeit ist die Mimik.

Wir fanden sie beim ersten Besuch in einem bedauernswerten Zustand. Sie und ihre Mutter Amina beim ersten Besuchhatten die Hoffnung aufgegeben. Sie war völlig abgemagert, was daher rührte, das es ihr unsägliche Probleme bereitete, die Toilette (Loch im Betonboden) zu benutzen. Also wollte sie auch nichts essen. Starke Schmerzen in der Hüfte führten dazu, das sie jede Bewegungstherapie verweigerte. Als wir sie besuchten sollte sie eigendlich einen Rollstuhl bekommen aber das war in ihrer Verfassung unmöglich. So haben wir sie in eine Klinik gefahren, wo sie Schmerzmittel verschrieben bekam und ihre Mutter angehalten, wieder mit den Übungen zu beginnen.

 

Beim nächsten Besuch haben wir einen Toilettenstuhl und eine Liege mitgebracht, deren Kopfteil sich anheben läßt. Spezielle Kissen sollen eine gute Lagerung und unterschiedliche Liegepositionen ermöglichen. Amina hat mit ihrer Mutter fleißig Dehungsübungen gemacht. Der Erfolg ist gut zu erkennen.

neue Liege             Probesitzen auf demM Toilettenstuhl

Nach einigen Monaten verbesserte sich AminasAmina auf der Terasse Zustand derart, das wir wieder über einen Rollstuhl nachdenken konnten. Das Problem dabei war, einen vielfältig einstellbaren Rolli zu bekommen, der sich ihren Bedürfnissen anpassen ließe. In Äthiopien werden zwar Rollstühle hergestellt aber die sind für spastisch gelämte Kinder ungeeignet. Durch Kontakte zu Signum Vitae, einer Kooperative von mehrheitlich körperbehinderten Menschen konnten wir einen aus der Schweiz gespendeten Second Hand Rollstuhl für sie bekommen. Dieser läßt sich bis in die Liegeposition verstellen und bietet Amina zum ersten mal in ihrem Leben die Möglichkeit, sitzend am Familienleben teilzunehmen.